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Pressemitteilung

Initiative für geflüchtete Frauen ausgezeichnet
Juno überzeugt die Jury des Münchner Paulaner Salvator-Preises 2017
Die Fraueninitiative Juno gewinnt den Preis für das integrierte Tanzprojekt. Der Paulaner Salvator-Preis 2017 fördert gesellschaftliche Projekte und Ideen in München und zeichnet unter dem diesjährigen Thema „Türen öffnen“ im ersten Jahr vier Gewinner aus.

München, 17. Juli 2017 – JUNO bringt geflüchtete Frauen mit Münchner Frauen zusammen. Das jüngste Projekt des Vereins für Fraueninteressen e.V. ist das erste Angebot in München, das sich an geflüchtete Frauen richtet. Das ausgezeichnete Tanzprojekt ist eines der vielfältigen Angebote der Münchner Fraueninitiative JUNO: „Wir haben festgestellt, dass die Frauen beim Tanzen jegliche Scheu verlieren, gleich welchen Alters oder Herkunft“, freut sich Britta Coy, Mit-Initiatorin von JUNO, „deshalb starteten wir das Tanzprojekt, das bayerische Tänze mit Tänzen der Herkunftsländer verbindet und die Frauen auf dieser Ebene zusammenbringt.“ Am 27. Juni 2017 wurden die Preisträger in der Münchner Paulaner Hauptverwaltung gekürt.

JUNO bietet den geflüchteten Frauen einen geschützten Raum, sich ungezwungen auszutauschen, zusammen zu sein und die Freizeit miteinander zu verbringen. „Die meisten Integrationsprogramme sind grundsätzlich für Männer und Frauen offen. Kulturell bedingt können die Frauen jedoch nicht immer teilnehmen. Deshalb haben wir ein Projekt für Frauen ins Leben gerufen, das den Frauen ermöglicht, ganz unter sich zu sein, so Hemmungen und Ängste abzubauen“, erläutert Britta Coy, Geschäftsführerin von JUNO. Die Fraueninitiative hilft den geflüchteten Frauen individuell. Begleitend zum Freizeitprogramm vermittelt Juno Praktikumsplätze, Sprachunterricht und Mathematiknachhilfe, kümmert sich um den Familiennachzug oder unterstützt beim Asylverfahren. Erfolgreich hat die Organisation jungen Frauen Plätze im Mutter-Kind-Heim und betreuten Wohngemeinschaften vermittelt.

JUNO bietet jungen Geflüchteten nicht nur zahlreiche Angebote und schafft Freiräume, sondern stärkt das  Selbstbewusstsein der jungen Frauen und zeigt auf der anderen Seite den Münchnern die Vielfalt auf, die die jungen Frauen in die Gesellschaft mit einbringen. Münchner Frauen können sich als Patin engagieren, aktiv mit helfen oder einfach am Programm teilnehmen. “Es geht vor allem darum, dass die Frauen in der Zeit, die wir miteinander verbringen, den Alltag hinter sich lassen. Wir treffen uns bei mir und backen Kuchen. Wir machen mit meinem kleinen blauen Auto Ausflüge und lernen voneinander. Ich merke, das tut mir gut“, schildert Patin Solveigh Schwager.  (2.603 Zeichen)

Pressekontakt: Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker GmbH & Co. KG, Projektteam Juno, Arnulfstraße 111-113, 80634 München, Tel.: 089 16 75 106, Fax: 089 13 14 06, info@journalistenakademie.de

Backgrounder

JUNO bringt geflüchtete Frauen mit Münchener Frauen zusammen. Ziel ist es, geflüchteten Frauen einen geschützten Raum zu bieten, in dem sie sich austauschen und Freude haben bei gemeinsamen Ausflügen, Kochabenden oder Tanzveranstaltungen. Die individuellen Interessen und Bedürfnisse der Frauen stehen im Vordergrund. JUNO unterstützt die geflüchteten Frauen bei beruflichen Belangen, Praktikumsplätzen und  Ämtergängen. Dabei legt das Projekt Wert auf die Vernetzung von Münchner Frauen, Ehrenamtlichen und Patinnen. Die Idee zu JUNO entstand im Sommer 2015, als zahlreiche Geflüchtete in München mit Herzlichkeit aufgenommen wurden. Das Projekt startete offiziell mit seinem Programm im Juli 2017. Die Fraueninitiative JUNO ist eine Einrichtung des Vereins für Fraueninteressen e.V. Informationen: www.juno-munich.org